
Gewürdigt wurden an diesem Tag jedoch nur zwei besonders herausragende Gruppen, die sich nicht nur durch ihre kulturellen Leistungen vom Bewerberfeld des Jugendkulturpreises absetzten, sondern auch durch ihr soziales Engagement positiv auffielen. Die Allersberger Flecklashexen, eine bekannte Brauchtumsshowtanzgruppe, wurden als erste Preisträger aufgerufen.
Die ließen dann nicht lange auf sich warten und zeigten auf dem Weg nach vorne, für was sie im Landkreis und darüber hinaus bekannt sind: Bunte Verkleidungen, grässlich verzerrte Holzmasken und akrobatische Choreografien sind die Hauptmerkmale der Hexen. Unter den Masken stecken eigentlich junge Männer, hinter den Hexen stehen Andreas Grzyb und Jessica Heim als Trainer. Für sie alle hatte Eckstein großes Lob parat: „Es ist eine absolute Höchstleistung.“
Es sei für den Allersberger Fasching eine Adelung, dass der alte Hexenbrauchtum wiederbelebt worden ist. Auch das soziale Engagement der Trainer, die ihre Fähigkeiten an die nächste Generation weitergeben, war ausschlaggebend für die Vergabe des Preises. Zusammen mit der Urkunde erhielten die Preisträger außerdem einen Scheck über 500 Euro, der von Ralf Huber, dem Geschäftsführer der Sparkassen-Stiftung, überreicht wurde.
Die zweiten Preisträger sind die Filmemacher Y-Titty aus Hilpoltstein. Vor vier Jahren haben sie ihre Karrieren auf dem Internetvideoportal You-Tube begonnen, inzwischen sind sie fast in der ganzen Welt berühmt für ihre Sketche und Parodien. Ihre Sitcom, „Twilight – Bis(s) an die Grenzen der Liebe“, nimmt die erfolgreiche Buchreihe von Stephenie Meyer auf den Arm. Mit ihren Produktionen haben sie bereit seine Vielzahl von Wettbewerben gewonnen und es ist noch kein Ende in Sicht. Philipp Laude, einer der Filmemacher, hat nämlich schon wieder einen Preis gewonnen. „Du müsstest Club-Fan sein, dann bist du Niederlagen gewöhnt. Man kann im Leben nämlich nicht immer gewinnen“, kommentierte Eckstein scherzhaft den Erfolg der Gruppe.
Neben ihren Comedy-Videos engagieren sich die drei Jungs Philipp Laude, Matthias Roll und Oguz Yilmaz auch in sozialen Projekten, in denen sie Kindern und Jugendlichen einen Einblick in die Arbeit mit und hinter der Kamera bieten. So haben sie etwa in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring Roth ein Musikvideo zur Fußball-Weltmeisterschaft gedreht, das fast ausschließlich von den Kindern produziert worden ist.
Und auch in Zukunft wird man mehr von Y-Titty sehen können, denn die Jungs kündigten an, dass sie nun auch beruflich ins Showbusiness einsteigen sollen. Einen bekannten Namen dafür haben sie ja schon. Woher der kommt? „Dafür müssen wir uns noch eine spannende Geschichte überlegen“, sagte Matthias Roll.
Text und Foto: Henri Lai, Hilpoltsteiner Kurier
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