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Richtfest am Gesundheitszentrum II


Rund 10,5 Millionen Euro investiert der Landkreis in die Erweiterung des Gesundheitszentrums an der Kreisklinik Roth. „Im Herbst diesen Jahres soll der erste Kooperationspartner einziehen“, prognostizierte Architekt Thomas Wenzel bei der Richtfestfeier. Dass die Arbeiten voll im Zeitplan sind, bestätigte Landrat Herbert Eckstein. Sein Fazit: „Es läuft alles rund“.

Unterkommen werden in dem 45 Meter langen und fast 22 Meter breiten fünfstöckigen Gebäude ein Lungenfacharzt (Dr. Armin Kaa), eine Praxis für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (Prof. Dr. Dr. Lindorf), eine ambulante Rehabilitation (Alpha-Reha Wendelstein) sowie eine Strahlentherapiepraxis (Dr. Roland Guttenberger).

Durch die Zusammenführung der bisherigen Ergotherapie in die Räume der neuen Reha wird zudem im bestehenden Gebäude ein Platz frei für eine Apotheke. Fast genau ein Jahr ist seit der Rodung des kompletten Baufeldes angrenzend an das bestehende Gesundheitszentrum vergangen. Mit den eigentlichen Rohbauarbeiten begonnen wurde im Juni 2009. Auf Ende Februar 2010 terminiert sind die Fassaden- und Dacharbeiten. Ab Mitte April soll bereits mit dem Innenausbau begonnen werden. Ende des Jahres dürfte es dann soweit sein, dass der Neubau zu Behandlungszwecken genutzt werden kann.

Da am Richtfest witterungsbedingt außer dem Zimmermann der Firma Steiniger, der den Richtspruch sprach, kein Bauarbeiter anwesend war, kündigte Eckstein an, das „Fest der Bauarbeiter“ nachholen zu wollen. Hierfür wolle er dann einen „Spezial-Landkreis-Pressack“ besorgen. Zusammen mit dem bestehenden Gesundheitszentrum verfügt die Kreisklinik bald über insgesamt 13 Kooperationspartner im medizinischen Bereich. „Das dürfte im Freistaat wohl einmalig sein“, bemerkte Landrat Herbert Eckstein. Jeder dieser medizinisch tätigen Partner sei für das Image dieses Gesundheitszentrums verantwortlich. „Nur miteinander sind wir stark und schaffen so ein Grundvertrauen bei den Patienten“, sagte Eckstein. Zielvorgabe für jeden Kooperationspartner müsse sein, in jeder Hinsicht eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau anzubieten.

Vom „Meilenstein“ für die Kreisklinik hatte Klinikchef Werner Rupp hinsichtlich des Angebots der Strahlentherapie bereits beim „Spatenstich“ gesprochen. Das Behandlungsspektrum der Strahlentherapie an der Kreisklinik wird künftig grundsätzlich alle Krebserkrankungen und die Bestrahlung bei schmerzhaften Gelenksveränderungen umfassen. Ein Schwerpunkt wird die Kombination mit Chemotherapie sein. Zudem kommt den Patienten die enge Kooperation mit niedergelassenen Fachärzten der Gynäkologie, der Urologie sowie Internisten, Schmerztherapeuten und Chirurgen zugute.

Umden zur Strahlentherapie benötigten Linearbeschleuniger betreiben zu können, ist es notwendig, den „Strahlenbunker“ abzusichern. Hierfür sind knapp drei Meter dicke Betonmauern errichtet worden. Rund 2,60 Meter ist teilweise sogar die Decke stark. Allein für den Bau des „Strahlenbunkers“ sind Kosten in Höhe von einer Million Euro angesetzt. Die hochmoderne Praxis für Strahlentherapie soll im Januar 2011 in Betrieb gehen. Entstehen wird zudem auch ein OP-Saal in der Praxis für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Das komplette Gebäude bekommt außerdem eine kontrollierte Be- und Entlüftung.

Die Mitglieder des Verwaltungsrates sind sich sicher, dass mit Aufnahme des Betriebes des Gesundheitszentrums II die Erfolgsgeschichte der Kreisklinik fortgesetzt wird. Erbaut wurde diese 1984. Die geriatrische Rehabilitation mit Privatstation kam 1998 dazu und 2004 konnte die Einweihung des Neubaues eines Ärzte und Geschäftshauses mit Therapiezentrum gefeiert werden.

Text und Foto: Detlef Gsänger, Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung



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