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Den Ball aufgenommen und im Spiel gehalten


„Die Vielfalt ist unsere Stärke“. Diese Devise begleitet den Landkreis Roth durch seine 40-jährige Geschichte. Eine Devise, für die sich viele Menschen in den vergangenen Jahrzehnten engagiert haben und sich noch immer engagieren. Und die es weiterhin braucht, soll die „Erfolgsgeschichte Landkreis Roth“ weiter gehen.

Logo 40 Jahre Landkreis Roth

Die Gegenwart:

Endspurt in Wendelstein. In wenigen Wochen wird der erste Jahrgang von Lehrern und Schülern die Räume des nagelneuen Gymnasiums für sich „erobern“ – 33 Millionen Euro hat sich der Landkreis dieses dritte Gymnasium nach Roth und Hilpoltstein kosten lassen; fast zur gleichen Zeit nimmt die „Fachschule für Fahrzeugtechnik und Elektromobilität“ unter dem Dach der Rother Berufsschule ihren Betrieb auf – und steuert so dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel in einem zukunftsorientierten Wirtschaftsbereich entgegen.

Die Kreisklinik, ergänzt um zwei Gesundheitszentren, hat sich zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen in Sachen Gesundheit; ob die fast konkurrenzlos schnelle Zugverbindung von Nürnberg nach München, per Auto auf der A9 und der A6, oder Personen- und Lastschifffahrt auf dem nahen RMD-Kanal – viele Wege führen mittlerweile schnell und problemlos in den Landkreis.

Alles nur Beispiele für Selbstverständlichkeiten? Mit Sicherheit nicht. Vielmehr Beispiele für eine Region, die sich in vier Jahrzehnten zu dem gemausert hat, was sie heute ist: Ein wirtschaftlich gesunder Landkreis, dessen Vielfalt sich zu einem großen Ganzen zusammenfügt – und darum seine Stärke ausmacht.

Rückblick:

Es ist Montag, 14. Juli 1972. Seit genau zwei Wochen existiert aufgrund der bayernweiten Gebietsreform – zumindest bereits auf dem Papier – der „Landkreis Roth“, entstanden aus den Landkreisen Hilpoltstein und Schwabach. Eine der ersten politischen Amtshandlungen in diesem neuen Konstrukt ist die konstituierende Sitzung des 60-köpfigen Kreistags (Sitzeverteilung: CSU 31; SPD 21; Unabhängige Wählergemeinschaft (heute FW) 6; FDP 2).

Man trifft sich in der Mitte: in der Stadthalle von Roth. Der Stadt, die ab sofort Kreisstadt ist – der erste Beschluss, gefasst mit 53 zu 6 Stimmen (zwei Kreisräte nahmen an der Sitzung nicht teil). Neuer Landrat ist Dr. Ignaz Greiner, zuvor bereits seit 1956 Landrat im Altlandkreis Hilpoltstein.

Der Kreistag gibt sich „Hausaufgaben“ mit auf den Weg, die noch heute, vier Jahrzehnte später, irgendwie vertraut klingen. Vieles von dem, was sich die Kreisräte damals noch als Vision und Wunsch formulierten, ist mittlerweile Realität. Weil diese „Hausaufgaben“ ernst genommen wurden und werden.

Bildung wird großgeschrieben

Ganz oben auf der Prioritätenliste steht beispielsweise die „Schaffung weiterführender Schulen“. Heuer, zum 40. Geburtstag, macht sich der Landkreis mit dem Wendelsteiner Gymnasium selbst ein materiell und ideell äußerst wertvolles Geschenk. Es ist auch der Beweis, dass es – gerade in der Kommunalpolitik – oft einen langen Atem und Überzeugungskraft braucht.

Das Thema „Bildung“ forcierte Landrat Herbert Eckstein, der im 19. Jahr seiner Amtszeit nunmehr der dienstälteste Landrat des Landkreises Roth ist, von Beginn an. Zusammen mit dem Kreistag, der gerade in diesem Bereich oft parteiübergreifend die Projekte mit auf den Weg brachte. 

In nackten Zahlen: Insgesamt 92 Millionen Euro – rund zwei Drittel davon musste der Landkreis aus eigener Tasche berappen – wurden in den vergangenen zwei Jahrzehnten zum Großteil in den Auf-, Ausbau und in die Sanierung von Schulen investiert. „Weil Bildung für junge Menschen das Beste ist, was wir ihnen mit auf den Weg geben können. Wir als Gesellschaft brauchen diese jungen Leute mit Perspektiven“, so Eckstein.

Investition in Infrastruktur

Perspektiven – die hatte die erste Polit-Generation des Landkreises Roth schon vor Augen. So hat der Kreistag damals beispielsweise auch die Krankenhaus-Erweiterung, den Ausbau des Verkehrsnetzes am „Rande der Städteachse Nürnberg-Fürth-Erlangen“ und Maßnahmen für den Umweltschutz postuliert.

Fakt ist: Im Laufe der Jahre mussten die Krankenhäuser in Greding, Hilpoltstein und Abenberg schließen. „Das waren harte Entscheidungen. Doch die Entwicklung in der großen Gesundheitspolitik hat gezeigt, dass nur die starken und leistungsfähigen Häuser, wie unsere Kreisklinik mit den beiden angeschlossenen Gesundheitszentren, überlebensfähig sind“, blickt Eckstein zurück.

Was die Infrastruktur angeht: Der Landkreis Roth liegt im Zentrum der europäischen Metropolregion Nürnberg; Pendler nutzen die schnelle Zug-Anbindung von Nürnberg nach München, der Kanal ist ein viel genutzter Verkehrsweg und mit dem Fränkischen Seenland entwickelte sich der Tourismus als Ernst zu nehmender Wirtschaftsfaktor. Tendenz: steigend.

„Hausaufgaben gemacht“

Ob differenzierte Mülltrennung oder die Nutzung nachwachsender Rohstoff, ob Kampagnen wie „original regional“,  die den Landkreis in der gesamten Region zum Vorreiter für die  Direktvermarktung machte, oder der Einsatz für umweltfreundliche Technologien, ob die konsequente Unterstützung des leistungsstarken Mittelstandes für wohnortnahe Arbeitsplätze oder der kulturellen Vielfalt – viele „Hausaufgaben“, die der Kreistag. den nachfolgenden Generationen mit auf den Weg gegeben haben, sind gemacht. Dabei haben sich die Landräte und Kreisräte vor allem einem Motto verschrieben: „Im Mittelpunkt unseres Wirkens steht der Mensch“. 



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generiert am 25.05.2013 02:07:50 ­